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05 November 2008
  /** interview mit einem neonazi-aussteiger **/
"Autonome Nationalisten" sind Neonazis, die Lifestyle und Aktionsformen der autonomen Antifa kopieren, um damit Jugendliche anzusprechen, sich auf der Straße gegen die Polizei zur Wehr zu setzen und sich gewalttätige Auseinandersetzungen mit politischen Gegnern zu liefern.

In den Medien wird oft der Fehler gemacht, Autonome Nationalisten als "weltoffenere" oder "tolerantere" Nazis darzustellen. Aber es sind ganz klar Leute, die das 3. Reich glorifizieren, begangene Verbrechen leugnen oder relativieren und ein Regime nach dem Vorbild von Hitler-Deutschland anstreben.

[...]

Was ist nach Ihrem öffentlichen Bekenntnis vor Gericht passiert?

Es gab Anfeindungen und Morddrohungen gegen mich, nachts wurde häufig an der Wohnungstür geklingelt, ich wurde aufgefordert, auf die Straße zu kommen und mich meinen Ex-Kameraden zu stellen. Das gipfelte dann darin, dass versucht wurde, meine Wohnung gewaltsam zu stürmen. Mitglieder des so genannten "Nationalen Widerstandes" Dortmund, die sich als "Autonome Nationalisten" bezeichnen und zu denen ich vorher gehört hatte, sind auf meinen Balkon geklettert, versuchten, die geschlossenen Rollläden aufzubrechen und in die Wohnung einzudringen. Ich musste aus der Wohnung flüchten, bin weggerannt und habe dann die Polizei alarmiert. Am nächsten Tag bin ich unter Polizeischutz aus Dortmund-Dorstfeld, dem Stadtteil, in dem viele Neonazis aus den Reihen der "Autonomen Nationalisten" wohnen, weggezogen.

[...]

Sie kennen die Neonazi-Szene ja sehr gut aus eigenem Erleben. Was würden Sie Menschen raten, die sich gegen Neonazis einsetzen wollen? Was kann man tun?

(Überlegt lange ...)

Ich würde nicht nur denjenigen Leuten einen Rat geben, die Neonazismus bekämpfen wollen, sondern allen Menschen. Sie sollten die Freiheit, die sie haben, nicht als selbstverständlich ansehen, diese Freiheit gilt es gegen Personen zu verteidigen, die sie beseitigen wollen.
auch interessant: es gibt auch so aussteigerprogramme fuer leute die aus der rechten szene raus wollen. anscheinend sind diese programme jedoch mit merkwuerdigen bedingungen verknuepft:
Das alles wurde nicht klar gesagt, aber mir wurde zu verstehen gegeben: Keine antifaschistischen Kreise, keine Kontakte in die linke Szene, keine Medienauftritte. Das war ganz klar.
[netz-gegen-nazis.de]
kann mir das bitte mal jemand erklaeren?

[via xyzet]

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