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07 Oktober 2008
  /** die fundis marschieren auch wieder **/
und verzapfen ihre....ach lest selbst:
In Deutschland gehen christliche Abtreibungsgegner immer öfter auf die Straße. Sie missionieren mit erzkatholischen Argumenten: Ein Selbstbestimmungsrecht der Frauen akzeptieren sie nicht.
[...]
Die Frage nach dem Selbstbestimmungsrecht von Frauen hat da natürlich keinen Platz. Schwangerschaftsabbruch nach einer Gewalttat wird ebenso wie die Bedeutung der medizinischen Indikation als verwerflich geächtet. So sieht es auch Wolfgang Hering: Abtreibung sei Tötung und sollte bestraft werden: "Ein Hausbesitzer kann einen unliebsamen Mieter auch nicht einfach erschießen. Er muss ihm kündigen, fristgerecht. Ebenso ist es mit einem ungeborenen Kind. Dem kann auch gekündigt' werden." Einen neuen Mieter fände das Kind dann ganz einfach über Adoption. Dieses fundamentalistische Weltbild betrachtet alle Frauen als potentielle Mütter - "eine Frau, die kinderlos bleiben möchte, ist dabei nicht vorgesehen", kritisiert eine Rednerin des Antisexistischen Aktionsbündnisses auf dem "My Body My Choice"-Podium.
[alles lesen]

boah was bin ich froh, dass diese spinner nicht mehr das sagen haben. das geht doch echt auf keine kuhhaut, den stuss den die verzapfen.

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Kommentare:
Auf die Straße gehen... ja, das ist doch super! Menschen, die nicht unsere Meinung vertreten, marschieren friedlich auf der Straße, um andere zu überzeugen.

Ich find das spitze.

Ebenso sollte klar sein, daß die Frage nach Abtreibung eben keine objektiv und richtig zu beantwortende Frage ist. Je nach Sichtweise handelt es sich eben um Mord oder nicht.

Sie und ich sehen das ungeborene Baby noch nicht als Mensch an. Aber: Sollten Sie die Sichtweise einnehmen, daß es sich um einen Menschen handelt, dann ist es völlig verständlich, daß es Abtreibungsgegner gibt.

Jedenfalls stimme ich vor allem Ihrem letzten Satz zu: Es ist einfach schön, daß wir nicht in einem fundamentalistischen Gottesstaat leben. Ich glaube, selbst in Bayern ist das so ;-)
 
was mich nunmal bei den fundis stoert (ausser das sie einem ihren glauben aufzwingen wollen), sind ihre "radikalen" meinungen - es gibt nur schwarz oder weiss und nichts dazwischen.
bsp: schwangerschaftsabbruch nach vergewaltigung wird genauso verurteilt wie ein "normaler" abbruch. es wird nicht differenziert!
und gleichzeitig spricht sich der papst auch noch gegen die verwendung von verhuetungsmitteln aus. auch wenn es fuer die verwendung ganz rationale gruende gibt.

wenn die einfach mal ein bisschen mehr abwaegen wuerden, koennte man wenigstens darueber reden (obwohl meine meinung sicherlich die gleiche bleiben wuerde). micht stoert ganz generell einfach dieses schwarz/weiss-denken, dass u.a. auch die faschos und radikalen linken immer zeigen.
 
Ich kann, wie gesagt, die Meinung, das Abtreibung auch nach Vergewaltigung nicht zu legalisieren sei, dann verstehen, wenn man das Baby als Mensch ansieht. Denn dann betrachtet derjenige das als Mord. Und ein Mord wäre eben auch nach einer Vergewaltigung abzulehnen.

Wie gesagt: Ich teile diese Meinung nicht. Aber ich finde sie verständlich, weil ich weiß, daß es sich "nur" um eine unterschiedliche Sichtweise in bezug auf den Status des Ungeborenen handelt.

Prinzipiell glaube ich immer, daß man versuchen sollte, den ersten und obersten Gegensatz bei konträren Meinungen zu untersuchen. Dann kommt meist dabei heraus, daß die andere Meinung gar nicht so völlig unverständlich ist, weil derjenige einfach eine andere Grundannahme hat.

Und Ihr letzter Absatz zeigt ja auch das Problem: Es geht um eine binäre Entscheidung: Abtreibung 0 oder 1. Sie sagen: „DIE müssen sich bewegen. Aber selbst dann bleibe ich bei meiner Meinung”. Aus Sicht der anderen sind Sie damit genauso „fundamentalistisch”.
 
zum letzten absatz - das die sich bewegen muessen:
ich gehe davon aus, dass in unserer gesellschaft "pro-abtreibung" (unter bestimmten rahmenbdeingungen) die mehrheitsmeinung und somit gesellschaftlicher konsens ist. von dem standpunkt aus muss sich natuerlich immer die minderheit als erstes bewegen um was aendern zu koennen.
 
Vorher war es aber umgekehrt. Wie ja auch beim Schwulenparagraphen etc.

Und dann? Muß sich die Minderheit nur dann bewegen, wenn die Mehrheit im Recht ist? Und wer bestimmt das?

Am besten: Ich ;-)
 
meinungen und ansichten aendern sich nunmal fortwaehrend. sei es durch politische, technologische, wissenschaftliche,.... etc erkenntnisse.

achso, nenn mich egozentrisch aber bestimmen tue ich, denn ich habe immer recht! ;)
 
Das kann ja gar nicht sein. Es ist wissenschaftlich und empirisch (im Selbstversuch) erwiesen, daß ich immer recht habe ;-)
 
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